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Bin erschöpft und viel in Gedanken. In weiten Strecken überfordert und dennoch fällt es mir schwer um Hilfe zu bitten. „Du teilst dich kaum mit“

Ja, aber warum ist das so. Ich beobachte das auch bei meinem Sohn. Auf ein „Hilfeschrei“ wartet man vergebens und auch ich werde immer weiter machen, bis ich eines Tages eventuell physisch und/oder psychisch zusammenbreche.
Momentan merkt man es mir vielleicht nur an meiner Grundstimmung an. Nicht wirklich da, irgendwie immer in Gedanken und oft sehr gereizt. Irgendwo traurig und sehr zurückgezogen.

Ich habe so viel zu tun und so vieles das unerledigt, aber genauso wichtig ist. Das alles irgendwie gleichzeitig oder am besten noch gestern.
Ich habe kaum noch die Kraft zu schreiben und dabei vermisse ich genau das. Hilft es mir doch dabei zu ordnen, zu planen und was vielleicht am wichtigsten ist „mich mitzuteilen“.

Diesen Punkt bei mir zu beschreiben fällt mir enorm schwer. Denn dazu muss ich die Außenwirkung beschreiben oder das was bei anderen ankommt.
Gerade dieser Eindruck, das ich mich kaum mitteile, zumindest nicht in den Belangen, die mich selbst betreffen, ist für mich schwer nachzuvollziehen. Auch wenn die Begründung dazu durchaus logisch erscheint.
Dennoch ist da der Gedanke…aber ich habe mich doch mitgeteilt. Ich habe doch irgendwann gesagt, was alles zu tun ist und nun sollte die Phase der Planung und Umsetzung eintreten. Aber davon bin ich weit weg.
Ich bin immer noch viel zu sehr damit beschäftigt hier einen Grund reinzubringen. Eine gewisse Grundroutine.
Jeder Tag ist enorm anstrengend und gerade wenn einiges gleichzeitig erledigt werden müsste, wird es zur Qual. Dann versuche ich nur noch mein bestes. Auch wenn jeder einzelne Schritt wohl durchdacht sein muss. Es ist ja auch nicht so, das alles gleich bleibt und ich Zeit hätte, mich daran zu gewöhnen. Ständig kommt was neues dazu.
Mehr kann ich nicht tun.

Oder doch?

Mache ich wirklich genug? Strenge ich mich genug an?

Ich denke nicht und doch wüsste ich nicht, wie ändern. Und so schleppe ich mich von einem Tag zum anderen, von einem Termin zum nächsten und erhalte immer neue Aufgaben und Erledigungen. Neue Kämpfe, die ich vorbereiten und austragen muss.
Nur um zu versagen.

Das ist bitter. Denn, wenn es darauf ankam, habe ich versagt.
Ich konnte meinem Sohn nicht wirklich helfen. Meiner Tochter bei ihrer Weihnachtsfeier nicht ihren innigen Wunsch erfüllen, zumindest anwesend zu sein.
Naja, anwesend war ich schon, im Vorraum, aber ich habe mich nicht reingetraut. Zuviel Gedränge, zu viele Reize.
Eigentlich wollte ich meinen Teil zu dem allem hier beitragen und gewisse Dinge übernehmen. Wenn auch vielleicht nicht gleich…aber bis heute kann ich immer noch nicht einkaufen.
Ich wollte ja auch unterstützen und doch kommt es mir derzeit so vor, als mache ich viel zu wenig und wäre nur eine Bürde und eine Last für diejenigen, die mir eigentlich helfen wollten.
Ja, ich gebe mein bestes und es ist auch nicht so, das ich gar nichts tu, aber ist es denn genug?

Einen neuen Job habe ich auch nicht, habe es gerade mal so zum Arbeitsamt geschafft und scheitere schon wieder an den Anträgen.
Vor allem aber an meiner Unsicherheit.
Und wieder müsste ich um Hilfe bitten und wieder fällt es mir so enorm schwer.
Mitunter auch in dem Wissen, das andere eben auch ihre Päckchen zu tragen haben (RW), da brauche ich mit meinem Kram nicht auch noch zu kommen.

Mich mitteilen bedeutet in dem Moment doch, dem anderen noch mehr aufzubürden. Noch mehr, als die Person so schon schaffen muss. Sachen, die ich eigentlich eigenständig hinbekommen sollte. Es bedeutet auch, Aufgaben vertrauensvoll in andere Hände abzugeben, und dabei aber auch die Kontrolle darüber, was denn nun geschieht oder auch nicht.
Da beginnt einer meiner großen Fehler, die ich auch in meinem Job hatte. Ich frage nicht nochmal nach. Einmal gesagt gehe ich davon aus, das es auch präsent bleibt und nicht untergeht.
Selbst wider besseren Wissens.

Das ist doch eine hirnrissige Eigenschaft von mir.

Sich mitzuteilen ändert doch vieles nicht. Wenn ich krank bin, wenn ich müde bin, muss ich dennoch immer weiter machen. Was nützt es da, etwas dazu zu sagen. Logisch, ich würde dann mehr Hilfe erhalten. Dürfte mich auch mal hinlegen und Kraft tanken aber zu welchem Preis.
Ich kann doch nicht einfach meine Aufgaben hinschmeissen nach dem Motto, der andere macht das schon.
Das ist nicht richtig.

Ich habe so vieles nicht hinbekommen und so vieles nicht erreicht.
Ich fühle mich als Versager und das vor allem vor mir selber.
Ich fühle mich zumindest mitschuldig an der derzeitigen Situation auf Grund meiner Unfähigkeit. Selbst wenn ich vielleicht nicht in Gänze etwas dafür kann.
Ich bin alles andere als perfekt und das ist vielleicht mein größtes Problem.

Leider bekommen das auch andere zu spüren.
Noch schwerer fällt es mir daher, das andere sich deswegen ebenfalls schuldig fühlen.

Nun genug gejammert.

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