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Viele die mich kennen, wissen um meinen Traum, den ich schon seit Jahren hege. Eine Gruppe von Fachleuten und Autisten, die auf „Augenhöhe“ verschiedenste allgemeine Themen und Geschehnisse rund um den Autismus diskutieren.
Ich hatte sowas auf den verschiedensten Plattformen und Wegen versucht, aber es ist nicht leicht. Zum Beispiel sind zwar etliche Therapeuten und Schulbegleiter auf diversen Plattformen unterwegs, aber Ärzte und Diagnostiker gibt es nur wenig und noch weniger findet man sie im direkten Gespräch mit Autisten in den Gruppen. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Es mag vielleicht mit daran liegen, dass der Umgangston manchmal tatsächlich zu wünschen übrig lässt und das auf beiden Seiten. Manchmal hat man auch das Gefühl, dass man als Autist nur dann gerne im direkten Gespräch gesehen wird, wenn man die Meinung der Fachkraft zu 100 % widerspiegelt. Aber ist das wirklich „Augenhöhe“?
Ich denke nicht.

Ich weiß, dass es solche geschlossenen Gesprächskreise schon gibt oder diverse Stammtische. Beispielsweise weiß ich, das Prof. Dr Vogelei eine Forum und Stammtisch mit „seinen“ diagnostizierten betreibt und das regelmäßig.
Auch wenn das stellenweise umstritten gesehen wird in Bezug auf den Professor, was ich nicht beurteilen kann, da ich ihn nicht kenne, finde ich die Grundidee gar nicht schlecht und geht in etwa in meine Richtung. Aber warum nur eigens diagnostizierte und soweit ich verstanden habe, soll es da mehr zu Forschungszwecken für den Prof. sein. Nicht ganz meine Intention.

Es gibt diverse Gesprächskreise von Vereinen. Aber auch da fehlt mir der neutrale Boden. So kommen verschiedene Vereine auch nicht ins Gespräch und teilweise ist es sogar so, dass Autisten selbst gar nicht zu Wort kommen dürfen.

 

Das stelle ich mir vor

Ich hätte gerne einen Arbeitskreis, wo sich alle auf Augenhöhe begegnen können. Denn letztendlich sind wir alle auch nur Menschen, die sich aus den verschiedensten Gründen mit dem Thema Autismus beschäftigen und es muss doch möglich sein, die verschiedenen Sichtweisen auf einen Konsens bringen zu können. Und wenn es eben nur der ist, dass es verschiedene Sichtweisen gibt, aber alle ihren Stellenwert haben.
Es muss ein neutraler Boden sein. Das ist mir besonders wichtig. Kein Verein und kein Fachmann soll da die Oberhand haben dürfen. Daher weigere ich mich, sowas in den Praxen mancher Diagnostiker durchzuführen. Das wäre ja dann wieder nur das Arzt-Patienten-Verhältniss und nicht das was ich suche.
Auch den sozialen Medien funktioniert es einfach nicht, dass habe ich jahrelang versucht und daher habe ich entschieden, entsprechendes lokal durchzuführen und vielleicht, wenn es gut anlaufen sollte, ziehen andere lokal nach.
Denn auch das ist mir wichtig. Es soll auch nicht mir untergeordnet sein und so ist es jedem freigestellt ebenso eine solchen Arbeitskreis zu gründen. Vielleicht kann man sich auch miteinander vernetzen.
Da ich lokal im Raum München verortet bin, werde ich den Arbeitskreis hier in München starten.

 

Was für Themen könnten besprochen werden

Alles was mit dem Thema Autismus zu tun hat. Zum Beispiel hat es über 2 Jahre gedauert, bis in die Fachwelt vorgedrungen ist, dass Autisten sehr wohl emphatisch sind. Genauso erntete die neueste Erkentniss der Fachwelt, dass wir tatsächlich eher „Zuviel“ als „Zuwenig“ wahrnehmen, ein „achja“ von den Autisten. Das sagen wir schon sehr lange.
Aber auch politische Themen interessieren in diesem Zusammenhang oder neue Projekte. Zum Beispiel ist es mir ein persönliches Anliegen, das Voranschreiten eines Projektes zu erfahren, indem es darum ging Autisten nicht nur in IT Berufe zu vermitteln. Immerhin habe ich mich damit erst letztes Jahr aus persönlichen Gründen stark befasst und ich weiß, dass zu diesem Punkt ein Projekt vom Gründer und ehemaligen Geschäftsführer von auticon gestartet wurde.
Sowas wäre doch ein gutes Thema für einen solchen Arbeitskreis.
Aber das sind nur Beispiele, die mich persönlich interessieren würden. Was wäre denn für euch von Interesse? Das könnt ihr mir gern in die Kommentare schreiben und ich kann ja schauen, ob man solche Dinge aufgreifen könnte. Bedenkt aber, dass es mehr um allgemeine Dinge gehen sollte und nicht um allzu persönliches.

 

Wer kann mitmachen

Im Grunde sind alle willkommen, die gern mitdiskutieren wollen. Ein paar Ideen habe ich schon. Zum Beispiel habe ich Alexander Knauerhase gefragt und auch Dr. Schilbach vom Max-Planck-Institut fand die Idee gut. Ich habe da noch an Birke Opitz-Kittel gedacht. Sie ist Autistin und seit letztem Jahr auch im Vorstand von Autismus Deutschland.
Was allerdings noch nicht heissen soll, dass sie auch mitmachen. Ich bin noch dabei, den Arbeitskreis zusammenzustellen. Bislang sind es erstmal nur Vorschläge meinerseits.
Ich suche noch Autisten und Fachleute, die in solch eine Gruppe passen würden und starte daher hier einen Aufruf.
Wer Interesse daran hätte, solch sich bei mir melden. Meine Emailadresse findet ihr im Impressum.

In diesem Sinne,
Auf ein Gutes Gelingen.

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