etwas über mich

Ich bin 38 Jahre alt und wurde 2012 als Asperger Autistin diagnostiziert.

Das ich „anders denke, wahrnehme und fühle“ ist mir schon früh aufgefallen. Ich hatte mein Leben lang nach einem Grund gesucht. Von Autismus habe ich erst erfahren, als der Verdacht auf Autismus bei meinem Sohn aufkam. Bis dahin hatte ich von Autismus das allgemeine Bild, welches die Medien so gerne vermitteln.

Wie facettenreich Autismus eigentlich ist und wie verschieden sich die Auswirkungen darstellen wurde mir erst bewusst, als ich mich anfing mit dem Thema zu beschäftigen. Genau darüber möchte ich hier schreiben. Über meinen individuellen Autismus. Meine Facetten. Über mich 🙂

https://innerwelt.wordpress.com/2013/07/13/interview-bei-auticare/

23 Gedanken zu “etwas über mich”

  1. Schön dich kennen zu lernen!! Viel Grüsse aus Belgien!

    • 🙂

      • Perino Heydemann sagte:

        Hallo maedel,
        ich finde Deinen Blog toll. Mich faszinieren Menschen, die anders „ticken“ als wir „Normalos“. Sich in dieses Anderssein hinzudenken und hinein zu fühlen bereichert ungemein und erschließt einem neue Welten, eben auch in sich selbst, weil man so Grenzen in sich spürt, die einem sonst nie bewusst geworden wären – und man so über sich selbst hinausgehen kann.

        Liebe Grüße aus Berlin
        Perino

      • danke 🙂

  2. Hi, ich war in 28 Ländern und habe Menschen und Kulturen gelebt und analysiert. Das waren die schönsten 7 Jahre meines Lebens. In den schönsten Hauptstädten in Europa, in den wundervollsten Hotels und Resaurants. Jetzt bin ich wieder da, wo ich schon immer gelebt habe bzw. wo ich als Kind groß geworden bin. Aber, ich habe so viel gesehen, gehört und erlebt. Ich versuche alle diese Eindrücke seit zwei Jahren zu verarbeiten.

    Heftig ist nur die tägliche Arbeit und Verantwortung die ich leisten muss. Alles war so bunt, interssant und neu. Auf einemmal ist es grau, sehr grau…. Fast schon schwarz und … Ohne Medikamente aber mit viel Alkohohl hole ich mir die Erlebnisse zurück. Ich versuche jede Situation, jedes Erlebnis 1000 mal in jeglicher Situation zu verarbeiten. Bei jedem Durchgang sehe ich mehr, viel mehr. Möchte es aber nicht sehen, ehrlich gesagt.

    Die Farben sind ausgelöscht. Das was mir so viel Energie gegeben hat ist auf einmal weg. Von Regenbogen auf langleilig grau.

    Ich sehe Zusammenhänge, Strukturen und jahrhundert alte kulturelle Systeme. Verhaltensweisen von Menschen, Gefühle, Emotionen, die eigentlich so einfach und intunitive geregelt werden können, wenn es einem Selber nicht betrifft! Ich begreife all diese Zusammenhänge. Sehr oft ertippe ich mich und sage, will ich nicht sehen und fühlen, ist zu viel und ich kann damit nichts anfangen.

    Verheiratet und mit zwei wundervollen Kindern und mit einem sehr guten Job lebe ich irgendwie meinen Alltag.

    Alles ist so normal schön.

    Aber, jeden Abend um Zehn fangen die Fragen an, die ich momentan nicht so einfach lösen kann.

    What ever Syndrom you have…chill and relax.

    Ich denke, dass ist eigentlich noch viel komplexer als Du denkst…

  3. Innerwelt wurde von mir für „Liebster Award – discover new blogs“ vorgeschlagen und ich würde mich freuen, wenn Du die Nominierung annehmen würdest.
    Ganz liebe Grüße

  4. Hallo Innerwelt oder „Mädel73“,

    Sorry, ich weiß nicht wie ich Dich ansprechen soll?

    Ich würde mir mal wünschen 1 oder 2 e-Mails austauschen zu können; oder alternativ Privatnachrichten, wenn dies irgendwie möglich ist?

    Ich befinde mich derzeit in abschließender Diagnostik (nach eingehender abgeschlossener Testdiagnostik ADOS und ADI-R, beide „positiv“) zur „Verhaltensbeobachtung“ in der Tagesklinik einer Psychiatrischen Ambulanz.

    Bekannt ist bei mir das ADHS (Mischtypus, vorwiegend Hypoaktiv), aufgrund der starken Symptomausprägung habe ich mich jedoch dazu entschieden das Autismus-Spektrum abklären zu lassen.

    Aussage der Diagnostiker: „Vieles deutet darauf hin, jedoch ist es untypisch das Sie so viele soziale Kompetenzen aufbauen konnten und sogar therapeutisch mit Menschen arbeiten können.“ – Was sie sehr verunsichert und sie mich von daher mind. 5 Wochen in der Tagesklinik beobachten wollen. Auch mit dem Hinweis: „Ihre sozialen Kompetenzen und Ihre Empathiefähigkeit sind dabei jedoch kein diagnostisches Ausschlusskriterium!“

    Nun meine Frage um der es mir geht:

    Kennst Du noch andere Fälle von „Atypischen Autisten“ oder auch „Aspergern“ bei denen die Theorie of Mind (Kogn. Emphatie) kaum oder am wenigsten beeinträchtigt sind und, oder starke Sozialkompetenzen bis in Erwachsenenalter aufgebaut haben? – Vielleicht sogar als Therapeuten, oder Coaches arbeiten?

    Meine Schwierigkeiten der sozialen Interaktion beziehen sich eher auf alltägliche Situationen und zeigen sich durch die unfähigkeit zu Flirten und Schwierigkeiten auf belanglosem Smalltalk einzugehen, sowie Unverständnis für viele soziale Verhaltensnormen, auch durch leichte Manipulierbarkeit und blauäugigkeit, also Naivität meinerseits.

    Die Theorie der Zentralen Kohärenz und die Störung der Exekutivfunktionen, sowie autistische Zwanghaftigkeit, Stereotypen, Rituale, Spezialinteressen, Entwicklungsaufälligkeiten usw. sind bei mir genauso auffällig wie bei Asperger und Hochfunktionaler Autismus. – So erkenne ich mich dabei vor allem in Deinen vielen Artikeln oftmals stark wieder.

    LG,

    CJ.

    • Hallo Gestaltgnosis,
      die meisten nennen mich einfach nur mädel. Das passt auch am besten, denn es ist wirklich ein Spitzname von mir. Einer derer, die aus dem Leben gegriffen erstmal reifen mussten, einen dann aber sehr lange begleiten.
      Ich verbinde sehr viel mit diesem Spitznamen.
      Zu deinen Fragen.
      Natürlich ist es möglich sich privat per PN, Email etc auszutauschen. Hier im Blog ist unter dem Impressum meine Email hinterlegt. Diese Funktion haben schon mehrere genutzt. Steht also jedem frei.
      Sicher hilft dir auch ein Ausstausch, auch eventuell nur mit mir, aber ich denke gerade deine spezielle Frage können dir andere besser beantworten.
      Nur soviel kann ich dir dazu sagen. Natürlich gibt es unter Autisten welche, die sehr wohl als Therapeuten arbeiten, oder als Erzieher, Psychater etc.
      Gerade die Angewohnheit, das wir vieles an Sozialem “erarbeiten” müssten, macht so manches Sozialgefüge bewusster. Damit auch bewusster einsetzbar.
      Manche von uns sind dadurch wahre Analytiker, was soziales Veralten und Kompetenz angeht.
      Zumindest wenn wir die Zeit dazu hatten, uns Gedanken darüber zu machen.
      Lustiger Weise fällt es mir beispielsweise in Situationen ungleich schwerer, noch mehr, wenn es mich selbst betrifft.
      Es gibt Autisten, die sich das Thema Soziales Miteinander, soziales Verständnis zum Sonderinteresse gemacht haben. Es eingehender studieren, als jeder NT das tun würde und was ich vom Thema Empathie halte, dazu habe ich ja schon was geschrieben und ja, sie als Ausschlusskriterium zu sehen, ist mittlerweile mehr als veraltet.
      Folgende Dinge möchte ich dir vorschlagen:
      -wir können uns gern privat austauschen, aber ich empfehle das nicht nur das zu tun
      Hast du Facebook?
      Da gibt es eine Gruppe, die speziell für den Austausch zwischen Fachpersonal und Autisten+Angehörige ist (bin da auch vertreten)… dort gibt es auch Autisten, die deine Fragen besser beantworten können. Es sind eben auch welche dabei, die als Therapeuten arbeiten.
      https://www.facebook.com/groups/fraguns/?fref=ts
      alternativ die Autistenwelt von AutiCare:
      https://autistenwelt.de

  5. darkfantasies69 sagte:

    Hallo erstmal, gerne werde ich deinen Blog voller Interesse verfolgen. Auch aus Eigennutz. Ich selbst habe zwar keinen Autismus, jedenfalls wüßte ich davon nichts, allerdings wurde vor cirka einem dreiviertel Jahr bei meinem Sohn dies diagnostiziert. ( Wenn es dich interessiert kann ich dir dies alles mal erzählen ) Jedenfalls habe ich inzwischen so einige Bücher gelesen, oft Kontakt mit seiner Therapeutin etc. Seit ein paar Tagen scheint sich allerdings die Situation zu zuspitzen. In den letzten zwei Wochen war er kaum in der Schule und wie es momentan aussieht………. na ja……….

    Liebe Grüße

    • was hat sich denn „zugespitzt“?

      • darkfantasies69 sagte:

        Nun, dies ist jetzt rein, wie ich es so mitbekomme, ist es so, das er eigentlich gar nicht mehr zu Schule gehen kann. Fast jeden Tag Bauchweh und Übelkeit. Zuerst wohl Magen-Darm, dann hat es sich irgendwie verselbständigt. Wobei er, nach eigener Aussage, neben der Reizüberflutung, eigentlich wohl immer schon Bauchweh und andere Symptome hat.
        Was vielleicht auch sein kann, ist, das es ihm, also sein Zustand, sein Autismus, jetzt erst selber richtig bewußt wird. In den letzten Tagen hat er angefangen sich von sich aus mal zu öffnen. Zu erzählen, wie das alles für ihn ist. Fand ich wirklich gut. Wie gesagt, dies alles zu schildern, wird sicher etwas länger dauern.
        Nur wie gesagt, in den letzten zwei Wochen scheint es sich irgendwie zu zuspitzen. Letzte Nacht war dann auch der vorläufige Höhepunkt. Ich habe dann heute morgen auch in der Schule angerufen und ihn für den Rest der Woche krank gemeldet, ich selbst war dann heute auch nicht arbeiten.

        Wie gesagt, wir stehen noch am Anfang von all dem. Natürlich machen wir uns viele Sorgen, auch was seine Zukunft angeht etc. ! Ich bin sicher, all das hast du schon zigmal gehört.
        Ich habe dann den Tag so gut es ging, versucht mich zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt, auch was ein eventueller Schulwechsel angeht. Ich weiß nicht ob es damit alleine getan ist, aber vielleicht würde es auch ein wenig den Druck heraus nehmen.

        Danke für deine Antwort und liebe Grüße. Bin für jede Erklärung und Info dankbar.

      • Und wenn ich es schon oft gehört habe, so ist es doch jedesmal ein wenig anders und selbst wenn nicht, freut es mich, wenn sich andere Gedanken machen. Gerade wenn es um die Kinder geht.

        Was du da allerdings schreibst, das kommt mir sehr bekannt vor. Es ist, als ob du meinen Sohn (Großer, 12 Jahre, HFA) beschreibst.
        Auch er klagte eine zeitlang (immerhin 4 Jahre) täglich über Bauch und Kopfschmerzen. Da er Alexithym ist, kann er Gefühle kaum anders benennen. So ist Aufregung gleichermaßen Bauchweh wie es auch eine Magen Darm sein könnte. Schwer das zu unterscheiden.
        Besonders schlimm war es in der 3 Klasse, wo er schwer gemobbt wurde.
        Aber auch sonst begleiten ihn Bauchweh und Kopfschmerzen schon sehr lange und Schulverweigerung war bei uns öfter ein Thema. Er war dann einfach zu „krank“ für die Schule.

        Ja, es hat was mit der Reizüberflutung zu tun, aber auch mit Überforderung, Aufregung, eventuell Mobbing oder irgendein anderes Vorkommnis in der Schule.

        Wir haben damals nur noch mit Schulwechsel (wiederholt) reagieren können, da sämtliche Hilfsgesuche abgelehnt wurden. So durfte er an der Sonderschule keinen Schulbegleiter haben und Nachteilsausgleiche gab es auch nicht.
        Inzwischen ist er an eine Regelschule mit allen Hilfestellungen und ingesamt geht es ihm besser. Dennoch fallen seine Leistungen ins bodenlose und momentan sieht es nicht so aus, das er das Klassenziel erreicht.
        Sollte er sitzenbleiben, stehe ich vor der Entscheidung, wie es weiter gehen soll. Ich tu mich da selber schwer damit.

        Hat dein Sohn einen Schulbegleiter und Nachteilsausgleiche?

        Wie alt ist dein Sohn?

        Es ist zwar oft verschieden, aber auch mein Großer hat sich erst spät angefangen mitzuteilen.
        Mein Mittlerer hingegen, beispielsweise, reflektiert schon mit 8 und das in einer Weise, an die mein Großer vermutlich nie herankommen wird.

        Was allerdings sehr geholfen hat (fast schon sprungartig) ist das Buch Schattenspringer (Daniela Schreiter)…
        Er war stellenweise ganz aufgeregt am flattern und rief dabei aus, das kenne ich, das ist bei mir auch.
        Einer dieser Ausbrüche habe ich damals aufgenommen und mitsamt Dankeschön an die Autorin geschickt.
        Besser kann ich meinen Dank nicht ausdrücken, auch wenn sie sicher im ersten Moment nicht nachvollziehen kann, warum das so wichtig war.
        Denn obwohl ich so viel erklären kann, es kam nie wirklich bei ihm an. Es ist sehr schwer mit ihm zu kommunizieren. Er kann reden und auch verstehen und doch scheint da immer eine Wand.
        Bücher schaffen es da durch und vor allem Comics liebt er.

        Wäre das Buch vielleicht auch was für deinen Sohn?

      • darkfantasies69 sagte:

        Wollte dir nur kurz schon mal mitteilen, das meine Antwort noch kommt, ausführlich.

        Schöne Grüße euch

  6. Desperakate sagte:

    Liebe Mädel,

    ich hoffe, daß das „Du“ ok ist, da dich hier alle so ansprechen.
    Ich weiß noch nicht einmal ob ich „hier richtig“ bin, ich wurde mit dem Asperger-Syndrom erst vor kurzem begrifflich konfrontiert, es ist aber so, daß wohl mein Onkel darunter leidet, undiagnostiziert, aber, nach allen den in der Literatur geschilderten Merkmalen, ein „typischer Asperger“ ist, bisher fehlte mir aber der Fachbegriff.

    Ich möchte dich keinesfalls zumüllen, aber ich könnte hier Doktorarbeiten zu meiner eigenen Gefühlswelt niederschreiben. Fakt ist, ich bin eher eine kleine „Depressive“, die häufig nicht sehr am Leben hängt und das aber nicht nach außen trägt, weil dann eine Art „Dauerobservation“ an der Tagesordnung wäre. Einen Versuch habe ich hinter mir und bereue das auch nicht, das ist aber für meine Freunde und Familie schwer zu verstehen und vielleicht auch zu verkraften. Trotzdem möchte ich nicht als „lebensgefährlich“ angesehen werden. Das brauche ich nicht. Ich sehe das sehr nüchtern.

    Mein „Problem“ ist aber ein anderes.
    Ich war lange Zeit Single, weil auch ich ein Problem mit Gefühlen habe, aber bei mir ist es wohl eher das andere Extrem.
    Das Gute ist, daß ich mich nur sehr selten in meinem Leben verliebt habe, und ich daher dem „Herzschmerz“ gut aus dem Weg gehen konnte. Denn erst er bringt mich an den Abgrund, von dem ich manchmal gerne springen würde.

    Vor einigen Monaten hat mich dann aber der Blitz getroffen. Das emotionale Hochgefühl ist aber recht schnell der Ernüchterung gewichen, denn er ist wohl auch ein „Asperger“, durch die familiäre Situation ist mir das schon recht früh in den Sinn geschossen.
    Ich will auch nicht zu sehr ins Detail gehen, aber „unsere“ Situation ist so, daß ich mit zuviel Emotion auf ihn mit zu wenig Emotion getroffen bin. Er kann sehr ausführlich mails schreiben und mittlerweile weiß ich auch, wie ich seine „nüchternen“ Worte in die „normale“ emotionale Bedeutung übersetzen kann. Aber seine vermeintliche „Abgestumpftheit“ und „Gefühlskälte“ macht mir doch sehr zu schaffen, weil ich eher das andere Extrem bin. Ich gehe daher eigentlich davon aus, daß ihn meine Art eher hätte abschrecken müssen. Aber genau meine „positive Duchgeknalltheit“ und schonungslose Ehrlichkeit scheint ihn anzuziehen.

    Ich möchte nun einfach wissen, wie du dir zum Beispiel wünschen würdest, daß sich dir jemand nähert, der wirklich an dir interessiert ist. Wie kann man einem Asperger klar machen, daß man ihn liebt? Ohne, daß er das Weite sucht, sofern er das überhaupt kann…
    Ich bin wirklich ziemlich verzweifelt, weil sein vermeintliches Desinteresse keines ist, da bin ich mir schon sicher, aber bei mir natürlich als Ablehnung, Feigheit, Kälte und noch mehr ankommt. Und damit kann ich überhaupt nicht umgehen. Da ich ihn aber keineswegs aufgeben und verlieren will, erhoffe ich mir durch dich, oder auch Euch, Tipps, wie man in die Asperger-Welt hinein kommt, ohne etwas kaputt zu machen…

    Im Vorfeld schonmal vielen Dank, auch fürs Zuhören… 😉

    • ja, ist es. Mädel ist tatsächlich mein Spitzname. Also auch im Real-life.

      Ich bin derzeit immer noch gehandicapt und daher kann meine Antwort nicht all zu lange ausfallen.
      Aber viel kann ich dir dazu so und so nicht schreiben.
      Außer, bleibe authentisch, also du selbst. Wie bei allen anderen Beziehungen auch gilt hier, entweder es passt, oder es passt nicht.
      Versuche dich über Autismus zu informieren, aber vor allem über seinen, denn jeder Autist ist anders.
      Vor allem wenn solche Begrifflichkeiten wie „an Autismus leiden“ (Grusel) oder „Gefühlskälte“ etc fallen.

      Nur weil wir manchmal so wirken als wären wir Gefühlskalt, oder wenig mitfühlend, desinteressiert, heißt es noch lange nicht, das es so ist. Das ist nur die Aussenwirkung.
      Vielmehr ist es oft sogar so, das ich manchmal zuviel empfinde und dann sogar weglaufen muss, oder heillos überfordert bin, nicht weiß was von mir erwartet wird.
      Für
      mich sind daher gerade Anfänge in einer Beziehung sehr schwer.

      Siehst du schon worauf ich hinauswill?
      Rede so ehrlich, offen und klar zu ihm wie du kannst und gib ihm die Zeit zu verarbeiten.
      Warte nicht darauf, das er das alles bei dir doch sehen muss und erwarte auch nicht, das er dir das alles einfach per kleinen Nonverbalen Zeichen zeigen kann.

      • Desperakate sagte:

        Ich danke dir sehr! Habe im Nachhinein erst über deine gesundheitliche „Auszeit“ gelesen. Hoffe, daß deine diesbezüglichen Erwartungen durch die OP eingetroffen sind! Daher – gute Besserung!
        Ich habe wohl relativ instinktiv bisher einigermaßen richtig gehandelt. Da ich selber sehr ehrlich und offen bin, war ich das auch ihm gegenüber. Er befindet sich momentan tatsächlich in einer Überforderungsphase und schottet sich ab, ich kann da aber mittlerweile einigermaßen mit umgehen.
        Ich habe das Gefühl, daß ich mich momentan mit einer Flut von unbekannten Erkenntnissen konfrontiert sehe und entdecke eine neue Wißbegierde an mir, den Dingen auf den Grund zu gehen.
        Ich like dich auf Facebook und danke dir für die „Inneneinsichten“ in die „Innerwelt“! 😉
        Demnächst wohl mehr!
        Danke nochmal!

  7. Hallo, ich bin 38 Jahre alt, ich bin seit Jahren auf der Suche nach diner Antwort, warum ich mich so fuehle wie ich es tue, warum ich reagiere, wie ich es tue,… Vor 12 Jahren hatte ich mir do eine Doku ueber Asperger angeschaut, und da sind die ersten Zweifel gekommen. Damals habe ich mir bloss gedacht, es trifft nicht zu, wei ich doch nicht so schlau bin wie diese Asperger. Habe mir dann meinen Weg writer durch das schwierige Leben gemacht. Habe auch kurz darauf den kuenftigenVater meines Kindes kennengelernt, bin dann mit ihm zusammen gezogen, Ende 2010 war baby unterwegs. Ein rieses Glueck gemischt mit riesenangst und zahlreicher Fragezeichen. Das Jahr Elternzeit konnte ich nicht richtig geniessen. Habe mein Kind so lien gehabt, aber hatte staendig Angst, dass es ihm was passiert. Hatte Angst, keinen Kitaplatz zu bekommen. Hatte kein Sozialnetz, das war anstrengend meinen Sohn den Hansen Tag Lang zu unterhalten. Und wenn Papa nach Hause kamm war es keine Erleichterung. Als der kleine im Bett war und ich haette mich gerne Zeit fuer mich genommen, da wollte papa was von mir…. Wollte aber nur meine Ruhe haben. Da ist der Graben immer groesser geworden. Hatte offers mal schlechte Laune, wir haben immer letters gestritten,… Bin dann letztes Jahr ausgezogen. Hatte mich ueber den neuanfang so gefreut, dabei sind sie nicht zu erklaeren Angstwellen wieder staerker gekommen. In der Arbeit bin ich mehrmals ausgerastet, was ich mir bei meiner Position nicht „leisten“ kann. Habe einen Termin bei einem Therapeut /Neurologe gehabt. Nachdem er erfuhr, dass mein Vater 40 Jahre Lang Medikamente gegen Depression nahm, sagte er mir ich bin genetisch depressiv und druckte er mir ein Rezept in die Hand. War dann nicht vorwaerts gekommen. Aber ich suche immer wieder, unter anderem anderem Interesse meines Kindes, weil ich manchmal verzweifelt bin und in Krisendituation nicht adequat reagiere. Und habe die letzten Tage wieder viel ueber Autismus Spektrum gelesen. Also ich frage mich : und wenn doch. Ich wuerde so gerne einen Termin machen, bei dem ich ganz klar meine Bedenken auessern wuerde. Aber ich habe Angst wieder an eine falsche Adresse zu landen. Meine Frage: kennt jemand eine gute Adresse in Muenchen oder naehere Umgebung? Eine Praxis oder was auch immer wo sie Erfahrung mit Diagnose bei Erwachsenen haben? Es war Lang, Entschuldigung, aber ueber eine Antwort wuerde ich mich sehr freuen. Danke

  8. Andrea sagte:

    Ich habe jetzt all deine Artikel gelesen und Danke dafür. Ich bin Mutter eines Sohnes mit ASS und stoße immer wieder an Kritik, obwohl wir nun seit ein paar Jahren einen guten Weg für uns gefunden haben, miteinander umzugehen, bekomme ich oft zu hören, ich sei eine Übermutter und “ das Kind “ müsse mal richtig erzogen werden, dann würde er sich nicht so anstellen. Auch wir sind auf die Worte vom SPZ und Psychologen reingefallen, wie „dieses Kind“ therapiert werden müsse. Ich habe ( zu meiner Schande) zugelassen, dass sie meinen Sohn in die Psychatrie einweisen und nachdem ich merkte, was die dort mit ihm machen und ich ihn eigenständig rausnahm, hatten wir das Jugendamt am Hals…..eine Odyssee liegt hinter uns, aber wir haben nicht aufgegeben, wir haben soviel gelernt und lassen uns nicht mehr so schnell etwas vormachen und belehren. Deine Artikel, jeder für sich hat mir Mut gemacht und mich bestärkt, dass wir den richtigen Weg gehen, nämlich unseren Autisten als Mensch sehen und nicht als Störfaktor, denn auch Nichtautisten haben so ihre Macken 😅. Wir arbeiten nach dem Teacchsystem und ich mache Elterntrainig ( wie kann ich dem Autisten entgegenkommen und unterstützen), all das hat uns sehr voran getrieben und wir wissen, das wir voneinander viel lernen können.

    • Joshua sagte:

      Genau so sollte eine gute (Mutter-Kind-)Beziehung sein! 🙂
      Ich freue mich darüber, ich danke dir dafür – ja, ich liebe dich sogar.
      Ich bin … neidisch?
      =)

  9. Hallo,
    Dein Betrag vom vom 18.Mai.2013 hat uns sehr geholfen unseren Sohn besser zu verstehen. Als in den Beitrag las, dachte ich, Du beschreibst unseren Sohn, der auch Autist ist. Ich möchte mich ganz herzlich bei Dir bedanken, weil uns der Beitrag wirklich die Augen geöffnet hat. Nochmals vielen lieben Dank.

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