Schlagwörter

, , , , , , ,

 photo 413151F8-B009-47E8-9288-A1B7F0787410_zps7fnyuaei.jpg

Das ist eine gute Frage. Ich weiss es ehrlich gesagt nicht genau. Zum großen Teil mag es daran liegen, dass ich in der aktuellen Situation zwar bemerke, dass es anstrengender wird, aber stetig denke, es geht ja noch ein bisschen. Wider jedes besseren Wissens.

Dabei weiß ich beispielsweise sehr genau, dass ich saugen höchstens eine halbe Stunde aushalte. Wenn die Kopfschmerzen anfangen, ist es Zeit aufzuhören.
Diese sind ein sicherer Vorbote für eine Reizüberflutung und helfen würde in solch einem Falle nur eine Minimierung der Aussenreize auf ein Minimum.

Wissen, dass ich aber ad hock nicht ernst genug nehme oder übersehe. Vielleicht, weil ich nur den Berg vor mir sehe und mir vorgenommen hatte, diesen „Berg“ heute noch zu erklimmen. Ist also vielleicht eine Ablaufgeschichte.
Also mache ich stetig weiter, denke, das Zimmer noch, dann noch das noch das nächste. Vielleicht war auch in diesem speziellen Fall das Problem, dass ich nicht von vornherein einen bestimmten Zeitrahmen festlegen konnte, wie es sonst der Fall ist. Normalerweise lege ich es mit dem saugen so, dass es die halbe Stunde nicht übersteigt. Ich brauche beispielsweise pro Etage fast exakt eine halbe Stunde (bei grobem Saugen) und lege diese dann immer auf verschiedene Tage.

Vielleicht hat sich auch meine zeitliche Wahrnehmung dahingehend verschoben, weil ich immer wieder Pausen dazwischen hatte. Allerdings eben nur Pause vorm Sauger und vielleicht das auch noch zu kurz. Die restlichen Geräusche waren ja dennoch weiterhin da.
Vielleicht war das Saugen auch nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte (RW).

Für diesen Tag hatten wir uns das obere Stockwerk vorgenommen. Sprich, im Grunde 6 Zimmer + Flur gründlich zu reinigen. Das heisst, es ist zum einem mehr Saugarbeit als normal von Nöten und zwischendurch müssen Schränke und Regale ausgeräumt, rausgewischt, eingeräumt und Betten verschoben werden. Dabei immer auf die andere Person achtend, da wir das im Team erledigt haben.
Nebenbei musste noch die Waschmaschine stetig mit der Bettwäsche beladen, im Trockner getrocknet und zu guter letzt zusammengelegt werden.

Vielleicht war auch einer der Gründe für meinen Zusammenbruch, dass die Anlage meines Mittleren oben nebenher in voller Lautstärke dudelte und ich so keine stille Minute hatte.
Normalerweise trage ich ja auch beim Saugen immer meine Kopfhörer, die ständig dudeln und damit den Staubsauger fast übertönen. Aber eben das Übertönen ist vermutlich genau das was gefehlt hat. Denn dadurch das die Anlage nebenher dudelte, kam beides ungefiltert bei mir an.

Sprich, es war ein Sammelsurium aus Geräuschen, das Beachten anderer, verschiedene Abläufe , die gleichzeitig von Statten gingen, was mir erheblich schwer fällt und allgemeiner Anstrengung. Vielleicht noch in Verbindung mit der Anstrengung der letzten Tage.

Auf einmal ging es sehr schnell. Von jetzt auf nachher stürzte ich in einen heftigen Overload, indem ich zunächst nach außen mal wieder nur extrem sauer wirkte.
Jedes kleinste Geräusch fing an weh zu tun. Das Licht schmerzte unerträglich. Selbst der Versuch zu denken, zu planen, war schmerzhaft.
Eine Zeitlang versuchte ich mir zwischendurch noch die Ohren zuzuhalten, aber es war zu spät für solche Maßnahmen.

Von da rutschte ich direkt in einen reizbedingten Shutdown, begleitet von wahnsinnigen Kopfschmerzen. Im Grunde am ehesten mit einer Migräne zu vergleichen. Nur das nach etwa 1,5 Stunden absoluter Ruhe und Schlaf, diese wieder weg war.

Ich hätte es verhindern können. Hätte einfach sagen können, dass ich nicht mehr kann. Das ich Pause brauche. Aber da war ja noch das eine Zimmer, und dann noch das nächste und es ist ja nicht mehr so viel.

Geht es euch auch so, dass ihr wider besseren Wissens einfach immer weiter macht?

Advertisements