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Eigentlich mag ich die Weihnachtszeit und das liegt nicht nur an den leuchtenden Kinderaugen. Nein. Wenn ich ehrlich bin, leuchten meine Augen sicher genauso.
Allerdings hat es weniger etwas mit dem allgemein erwarteten Geschenken zu tun.
Das heisst jetzt nicht, dass ich mich nicht sehr über die tolle neue Uhr gefreut habe, die ich dieses Jahr unterm Weihnachtsbaum fand.
Schon als Kind waren mir Geschenke gar nicht so wichtig. Eher ein Unsicherheitsfaktor. Nach wie vor mag ich es nicht überrascht zu werden. Auch wenn ich heute besser damit umgehen kann als früher. Noch heute bin ich mir unsicher, welche Reaktion ich nun zeigen soll und ob ich alles richtig mache. Genauso kann ich es nicht einfach so hinnehmen beschenkt zu werden ohne ein Gegengeschenk in etwa gleicher Wertigkeit parat zu haben. Immerhin wurde mir diese Notwendigkeit so beigebracht.

An der Weihnachtszeit mag ich die Lichter. Vor allem die kleinen Bunten aber auch kleinen Weißen haben es mir angetan. Allerdings mag ich die LED Lichter nicht. Sie sind mir zu grell und unnatürlich. Flackern sollten sie auch nicht und momentan wird es immer schwerer Lichter zu finden, die eben nach altbekannter Art hergestellt sind.

Von Kindheit an faszinierte mich immer schon funkelndes, glitzerndes und Weihnachtsbäume demnach besonders. Feuer, vor allem offenes, beruhigt mich. Winter ist auch die Zeit der Kerzen. In der Weihnachtszeit besonders. Und seit wir umgezogen sind, nennen wir auch einen Ofen unser eigen und manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich immer noch fasziniert dem Treiben eine Flamme zuschaue.

IMG_2263Genauso meine Vorliebe für Faltsterne. Selbst wenn sie selber nichts Leuchtendes an sich haben, so leuchten sie in den schönsten Musterungen und Farben, wenn von draussen das Licht hereinfällt. Immer wieder stehe ich fasziniert davor und betrachte sie einfach nur mit all ihren Facetten. Das einzige, was ich so wirklich an meiner Kindheit vermisse, ist die Zeit, die ich hatte, um mich in solchen Dingen verlieren zu  können.

Dennoch war es dieses Jahr anders als letztes Jahr, und das lag an verschiedenen Dingen.
Ich habe es langsam geschafft, auch wenn es fast anderthalb Jahre gedauert hat. Ich habe endlich eine Routine entwickeln können, um das Haus, dass wir hier bewohnen, sauber zu halten. Leider noch nicht gefestigt genug und ich brauche noch viel zu lange. Dazu meine Schwierigkeit Dinge gleichzeitig machen zu können. Aber dieser Umstand ist Stoff für einen anderen Artikel, den ich auch schon länger schreiben möchte.
Das mag mitunter auch an meinem Bandscheibenvorfall liegen, den ich im August hatte und der operiert werden musste. Ich war sehr lange nicht in der Lage irgendwas im Haushalt zu machen.
Aber ich habe jetzt das Bild im Kopf. Wie es aussehen muss und ich gebe meist erst Ruhe, bis ich diesen Zustand auch erreicht habe.
Genau dieses Bild im Kopf, das ist das Problem.
Denn da war es wieder. Die anfängliche Irritation, wenn da neue Deko steht. Deko, die da eigentlich nicht hingehört. Meist gewöhne ich mich allerdings sehr schnell daran. Immerhin glitzert und funkelt es so schön und am Ende wird es mir im Januar genauso schwer fallen, alles wieder abzunehmen und wegzustellen. Nicht ohne auch dieses Bild abzuspeichern und so wird es die Folgejahre so laufen, dass alles wieder genau an diesen Plätzen stehen muss.
Aber das kenne ich ja schon von mir.

Und genau das ist es, was dieses Weihnachten so besonders macht. Ich scheine angekommen zu sein. Auch wenn die Routine noch nicht gefestigt ist. Auch wenn dieses Jahr anstrengend war, weil ich um diesen Zustand erreichen zu können, viele Stunden Putzarbeit nötig waren und ich so kaum Zeit hatte, mich um andere Dinge zu kümmern.
Es ist nicht mehr so ein Chaos wie letztes Jahr.

Trotz, das wir auch dieses Jahr unserer Traditionen treu blieben, indem wir zu Weihnachten krank wurden (meine drei Kinder und ich hatten die Magen-Darm erwischt), und es das erste Weihnachten war, an dem wir ein Übernachtungsgast hatten und alles etwas wuselig war und mich in einen fast durchgängigen Weihnachts-Overload gestürzt hatte.

Allgemein gesehen, nach allem Stress, den ich diese Jahr hatte. Trotz allem mir den Kampf gegen ABA nicht nehmen lassen wollte und Aleksander zum Treffen bei der Aktion Mensch begleiten wollte. Die Woche, wo ich bei Auticon war. Die Sorgen, die mir meine fortwährende Arbeitslosigkeit bereitet.

Es war ein schönes Weihnachten.

Auch wenn ich etwas traurig darüber bin, dass ich nun 4 Tage allein sein werde, so ist es vielleicht wirklich besser so, wenn ich nun ein paar Tage wirklich nur für mich habe und keine „Familie“ abklappern muss.

Ich hoffe, bei euch lief es auch so wie es jeder von euch braucht. Das wünsche ich euch und in diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Rutsch ins Jahr 2016.

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