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Ich hänge immer noch bei der Mathe-Aufgabe. Ich habe die Lösung. Diese habe ich durch logisches Eingrenzen der Reihe als auch der Querprodukte der Variablen gefunden und hatte dann Glück, das die erste Zahl gleich traf. Alle Variablen passen. Juhu.
Dennoch hätte ich da gerne eine mathematisch elegantere Lösung gehabt. Ich wusste, es muss die 44 Reihe sein und mehr aus „Faulheit“ habe ich die mal 10 genommen, wo dann 4 Variablen passten. Fehlte nur noch eine.
Ich wüsste einfach gerne, wie ich mathematisch beweisen kann, das es mal 10 sein musste. Ich glaube, das wird mich noch lange beschäftigen.
Nicht, weil Auticon das noch haben möchte. Es ist mein eigener Anspruch an mich. Es stört mich, selbst wenn ich die Lösung habe, das ich es nicht zu 100% beweisen kann.

Diese Aufgabe hat uns übrigens alle immens beschäftigt, aber mehr dazu später.

Zunächst habe ich nach einer unruhigen Nacht, was aber mehr den Schmerzen wegen meinem Bandscheibenvorfall geschuldet war, hatte ich insofern einen richtigen guten Start in den Tag hingelegt.
Ich habe heute sogar tatsächlich das Navi auslassen können und da ich mein Ticket ausgedruckt hatte (sicher ist sicher) konnte ich sogar der Zugfahrt sehr entspannt entgegen sehen.
Aber wie sagt man so schön, Murphys Gesetz. Heute kam niemand ;).
Inzwischen habe ich mich ja auch mit diesen Automaten für die U-Bahn angefreundet und so bin ich vom Handyticket unabhängig.
Aber eins noch liebe Bahn und MVV. Das mit den Servern, das müsst ihr echt noch in den Griff bekommen.
Bereits halb 10 trudelte ich so völlig ruhig bei Auticon ein und war mega gespannt, was der Tag heute bringen sollte. Grob Stand der Plan ja schon.
Aufgeregt war ich immer noch wegen dieser Matheaufgabe. In einer Tour plapperte ich jeden damit zu, ob es nun interessierte oder nicht. Dabei vermutlich auch nicht darauf achtend, ob man meinen Gedankensprüngen wirklich folgen kann.
Das ist so eine Sache mit den Dingen, die mich beschäftigen. Sei es immer noch der Aufsatz, die Aufgabe, oder gerade von gestern auch meine dürftigen Ausführungen über meine Orientierungslosigkeit. Alles muss irgendwann raus und nachdem ich nun den Tag Resümee laufen gelassen hatte, glaube ich, ich habe dem Jobcoach heute ganz ordentlich zugesetzt, mit meinem Karussell. Auch, wenn er sehr höflich war und sich alles geduldig angehört hat. Sorry 😉 und Danke. Die meisten laufen irgendwann weg.

Er hat schon irgendwo recht damit, das ich lernen sollte, meine Tage abzuschließen und nicht alles mit nach Hause zu nehmen. Aber wie stoppt man ein Gedankenkarussell?
Vielleicht hat ja von euch einer eine Idee.

Auch spannend waren heute die Gespräche zu den IT Kenntnissen, Fähigkeiten und wo ich mich insgesamt gern sehen würde. Von den Fähigkeiten sicher in Richtung Softwaretesting. Die Schwierigkeit für mich besteht allerdings darin zu sagen, wohin ich mich eventuell spezialisieren will. Ich kenne die Bereiche noch gar nicht und nachdem man mir erklärt hatte, das es da viele Möglichkeiten gibt, wüsste ich auf Anhieb nicht, wofür genau ich mich eignen oder was mich besonders interessieren könnte.
Der Auticon Mitarbeiter hatte allerdings so ein paar Ansätze, die sich sehr interessant anhören und ich bin auf jeden Fall bereit da tiefer einzusteigen.
Für das Gespräch an sich blieb mir erst Mal nichts anderes übrig, als meine Fähigkeiten möglichst genau zu benennen. Meine Vorliebe zu sortieren, Prozesse zu erstellen, Abläufe und Strukturen zu schaffen. Meine akribische Vorgehensweise und Detailverliebtheit. Die Eigenart, mich regelrecht reinzufressen, ich liebe Fehlersuche und höre meist erst auf, wenn ich den habe, war schon bei meinem alten Arbeitgeber gern gesehen.
All das kann sicher gut integriert werden, und so wie ich verstanden habe, kann man da auch über ein wie reden.
Ja, ich bin absoluter Quereinsteiger, aber einer, mit dem Willen und dem Interesse, mich da einzuarbeiten.
Wie ich mir habe sagen lassen, wäre ich da bei Auticon nicht die erste und werde wohl auch nicht die letzte sein.
Das Wissen darum ist vielleicht auch für die wichtig, die sich wie ich erst nicht so ganz trauen, sich bei Auticon zu bewerben.

Als ich nach dem Gespräch wieder zu meinen Mitkandidaten stieß, waren diese ihrerseits gerade mit der besagten Matheaufgabe beschäftigt, und ich war wirklich gespannt, ob sie auf einen Lösungsweg kommen. Ich hätte den wirklich gern gesehen.
Allerdings sollte es nicht so sein und so saßen wir dann kurze Zeit später alle im Eiskaffee, das wir kurzer Hand zum Biergarten umfunktionierten (den Spruch habe ich von der Mitkandidatin geklaut ;)) und debattierten nun gemeinsam über eine elegantere mathematische Möglichkeit.
Gut zu wissen, das es nicht nur mir so geht :D.

Aber interessant war es und schön fand ich auch, das wir trotz der unterschiedlichen Nahrungsmittel alle gemeinsam am Tisch saßen und debattierten.
Lauter Autisten, die verschiedener nicht sein können. Nach den paar Tagen haben wir uns, denke ich, sehr gut aneinander gewöhnt und verstehen uns wirklich gut.
Ich war vor meiner Arbeitslosigkeit über 20 Jahre in Beschäftigung, aber meine Mittagspausen habe ich immer allein verbracht. Ich kenne das so nicht und finde es auch in der Hinsicht eigentlich schade, das morgen der letzte Tag anbricht.
Etwas in Unruhe gerieten wir dann noch dadurch, das die Bedienung sich sehr ausgiebig um einen älteren Gast kümmerte (die hat ihm das Eis tatsächlich in mundgerechte Stücke geschnitten obwohl er eine Begleitung dabei hatte) und uns so mit dem Abkassieren warten ließ. Wir hatten langsam schon die Sorge, das wir zu spät aus der Mittagspause zurückkommen würden. Aber dann ging es doch noch ganz schnell und so machten wir uns schnell wieder auf dem Weg zurück und an die Aufgaben.

Zum Schluss sollten noch unsere Fotos vom Vortag präsentiert werden und ich fand die verschiedenen Ansichten, ein Bild zu betrachten, sehr interessant. Noch interessanter war für mich der Umstand, das es mir so schwer fällt, bei meinen eigenen Bildern so genau benennen zu können, welches Detail es genau war, das mich bewog das Foto genau so zu machen. In der Regel sind es kleine Details, die mich faszinieren, die andere vermutlich übersehen. Ich bin auch kein Freund von Panorama-Aufnahmen. Lustigerweise fiel mir dann die Benennung der Details, die mich an einem Bild faszinieren, bei den fremden Fotos wesentlich leichter.
Gerade bei einem Bild starrte ich noch fasziniert auf diese Furche, als ich hörte, dass es sich hier um einen Fuß handelte. Den hatte ich ehrlich gesagt gar nicht wahrgenommen.

Mit diesen Gedanken und Eindrücken verabschiedeten wir den heutigen Tag bei Auticon und da ich heute darauf geachtet habe, nicht zu tief in meine neue Aufgabe einzutauchen (hatte eh keine Zeit mehr dafür, weil ich für die davor recht lange gebraucht hatte), nahm ich diesmal auch keine „Arbeit“ mit nach Hause.
Naja, bis auf die Matheaufgabe 😉 aber eigentlich ist es ja keine Aufgabe mehr.

So startete ich nach der sehr heißen Zugfahrt in einen entspannten Feierabend und platsche erstmal in den Pool.
Bis morgen.

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in dieser Reihe:

Zu Gast bei Auticon

Erprobungswoche Auticon: Tag 1

Erprobungswoche Auticon: Tag 2

Erprobungswoche Auticon: Tag 3

Erprobungswoche Auticon: Tag 5

Ein Gespräch bei Auticon

Praktikum (erste Woche)

Praktikum (zweite Woche)

Praktikum (dritte Woche)

Praktikum (fünfte Woche)

Praktikum (sechste und siebte Woche)

Praktikum (achte Woche)

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