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Momentan kann ich dem Sinn hinter der Redewendung „Ich platze gleich“ viel Wahrheit aussprechen.

Zu Anfang will ich sagen, dass es sicherlich sehr viele sehr gute und engagierte Schulbegleiter gibt und auch Träger.
Auch sprechen einzelne Personen nicht umbedingt für eine ganze Institution.

Aber

Von einem Träger, dessen tägliches Beschäftigungsfeld sich um Behinderte und ihre Besonderheiten dreht und eine Schulbegleitung, die eigens für ein autistisches Kind angestellt wurden, erwarte ich zumindest ein Mindestmaß an Verständnis und wenn das schon nicht geht, doch eine gewisse Akzeptanz.

Wenn ich sage, das ich nicht telefonisch in Kontakt treten kann, dann sollte das gerade von solchen Personen zumindest als gegeben verstanden werden.

Stattdessen wird immer wieder darüber hinweggesehen.
„Also das mit dem Telefonieren klappt doch einigermaßen“ war einmal eine Aussage von eben dem Träger.
Übersehen wurde, das ich das Gespräch per Monolog an mich riss und ihr entsprechend meinem SI so ziemlich alles über Autismus vermittelt hatte, dessen ich in kurzer Zeit vermochte. Es hätte auch ganz anders laufen können. Eben so, das ich gar nichts mehr sage oder noch schlimmer, reinen Stuss von mir gebe.
Das ich nach solch überfallartigen Telefonaten meist für den Rest des Tages nicht mehr zu gebrauchen bin, das wissen sie zwar, rechtfertigt aber wohl nicht meinen Wunsch nach schriftlicher Kommunikation.

Wenn selbst solche Institutionen, die ja eigentlich tagtäglich mit behinderten Menschen zu tun hat, nicht auf deren Besonderheiten eingehen können, dann frage ich mich langsam wirklich was schief geht in dieser Welt.

Noch mehr frage ich mich, wenn selbst die Schulbegleitung auf Telefonanrufe „besteht“, wie sie wohl meinem Sohn gegenüber eine adäquate Begleitung sein kann, wenn sie solch einer einfachen und klaren Absprache so sehr mit Füßen tritt.
Wenn sie schon mich nicht verstehen kann (ich habe selten jemanden erlebt, der so sehr interpretiert und herumdreht wie sie), wie soll das mit meinem Sohn gehen?

Es betrifft ja nicht nur diese. Selbiges ist mir schon bei Autistenzentren passiert.
Barrierefreiheit wird immer ganz groß geschrieben und bis auf eine Rampe oder neuerdings eine Klingel kann man da wohl nicht viel darunter verstehen.

Zum Thema telefonieren und Barierefreiheit kann man gerne auch nochmal diesen Artikel von mir lesen:

“Telefonischer Kontakt bevorzugt” … Barrierefreiheit und ihre Grenzen

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