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„Nur einmal feucht mit dem Lappen durchwischen. dafür haben sie keine Zeit“ meint meine Betreuerin und ich bin ehrlich belustigt.
Da kennt sie mich aber schlecht.
Morgen wird die Küche von den Käufern abgeholt und daher sah der Plan vor, das die Wohnung ausgeräumt (bis auf die Möbel und das nötigste in Kisten) und die Küche geputzt sein muss.
Unter putzen verstehe ich nunmal was anderes als nur mal feucht durchzuwischen.
Ich bin gerade fertig geworden 😀

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Da ich nicht viel Zeit habe, ein kurzes Update. Ich habe tatsächlich wider meines Erwartens die Wohnung fertig bekommen. Alle Möbel sind leer und die Kartons stehen hübsch aufgereiht nebst allen möglichen Kleinkrams in der Garage.
Morgenfrüh kommen meine Betreuer wieder, nebst Helfer und wir werden dann gemeinsam die Möbel soweit abbauen, das wir sie Samstag alle aufladen können.

Nun steht alles bereit. Es geht los.

Ich muss allerdings zugeben, das ich zwischendurch echt dachte, das ich es nicht schaffe. Mehr als einmal ging mir mein Plan verloren und nur mit dem kann ich packen.
Es ist dann wie, als wäre mein Kopf leer gefegt und ich versuche ihn dann wieder zu befüllen.
Ich bin derzeit eh sehr im Stress, verstehe wörtlicher als sonst und bin auch schnell gereizt.
Manchmal saß ich auch 1-2 Stunden einfach nur auf dem Boden und starrte vor mich hin. Von außen betrachtet mag das ein Rumlungern gewesen sein. Oft mache ich in solchen Phasen auch einfach den Fernseher an, obwohl ich eigentlich kaum Fernsehen kucke. Mir geht es in dem Moment auch nicht um die Sendung und bekomme er ehrlich gesagt nichtmal mit, was da läuft, was schon den ein oder anderen peinlichen Moment beschert hat:
„was kuckst du den da?“

Es geht vielmehr darum, das es dadurch wenigstens so ausschaut, als würde ich etwas tun. Logisch, wenn ich eigentlich packen sollte und um mich herum alles in Chaos versinkt, kommt rumsitzen und fernsehen sicher auch nicht so gut. Aber wie gesagt, ich kucke eigentlich gar nicht.
Tatsächlich packe ich in meinen Kopf vor. Wenn ich dann loslege, dann arbeite ich nur noch stur meinen Plan ab und dabei kann ich dann eine ungeheure Geschwindigkeit an den Tag legen.
Zum Glück. Denn sonst wäre das nicht zu schaffen gewesen.
Ich war heute auch froh, das meine Betreuerin da war, auch wenn ich generell lieber allein arbeite. Aber so konnte sie mir den ein oder anderen Gang abnehmen.
So hat sie beispielsweise heute die Schilder für das Halteverbot geholt, damit mir am Samstag den LKW dort parken können.
Denn das ist eins meiner größten Probleme. Sitzt einmal der Plan, dann fällt es mir mehr als schwer ihn zu unterbrechen und ich wäre heute weder die Schilder holen gegangen, noch hätte ich andere Dinge drumherum erledigt, wenn sie heute nicht da gewesen wäre. Leider hat sie heute auch ein wenig was abbekommen.
Gerade wenn ich mich auf etwas konzentrieren muss oder nachdenke, ist es nicht gut, ständig reinzuplappern. Vor allem, wenn es wenig zur Lösung beiträgt. Da kann ich mitunter schon gereizt reagieren. Dennoch tut mir sowas im Nachhinein immer leid. So wie jetzt, nachdem mein Tagewerk verrichtet ist, und ich Zeit hatte den Tag zu analysieren.
Dennoch, insgesamt könnte ich zufrieden sein, wenn da nicht mein Perfektionismus wäre und daher werde ich mich wohl gleich noch an die übrigen Schränke machen.

Nur feucht auswischen…versprochen.

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