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„Wenn dein Navi dich an die Auffahrt führt, dann ist da rechts eine Shell, und wenn es die andere Auffahrt ist, dann ist links eine ….“

Aus…

Das war es. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Die Strecke zu ändern ist schon schwierig genug und mache ich äußerst ungern. Ich verlasse eigentlich kaum meine gewohnten Strecken. Ich fahre lieber Umwege und nehme manchmal sogar mehr Fahrtzeit in Kauf.
Gerade Autobahnen sind nicht nur diesbezüglich schwierig für mich.
Das geht soweit, das ich ein riesen Problem damit habe, während der Fahrt auf eine Raststätte zu fahren. Sei es zum Tanken, Essen oder um auf die Toilette zu gehen. Mit ein Grund, warum ich längere Strecken meide.
Die Raststätten und deren Tankstellen sind nicht direkt auf meiner Strecke. Ich muss rausfahren und später wieder ein. Keine gleicht der anderen. Ich muss mich neu orientieren.
Wo ist das Klo, wo darf man parken, wo die Tankstelle, welche Zapfsäule, wo muss ich später wieder raus, etc. Es ist alles bunt, viel los, überall neue Schilder…
Zuviel für mich in dem Moment.

Am liebsten ist es mir, wenn alles gleich ist. Gewohnt. Wenn es keine Abweichungen gibt. Eine wäre schon schwierig, aber wenn dann gleich mehrere Möglichkeiten angeboten werden…
Aus…

Generell tanke ich immer an denselben Tankstellen. Ich kaufe immer in den gleichen Läden ein. Z.B. fahre ich nach wie vor an meinen alten Wohnort in einen Laden, obwohl es denselben viel näher gäbe. Aber sie sind nunmal nicht baugleich. Auch die Parkplätze sind anders, und obwohl sie behaupten, das alle Läden derselben Kette gleich eingerichtet werden, so stimmt das in den seltensten Fällen.
Vor längeren Fahrten tanke ich immer, bevor ich auf die Autobahn fahre. Fahrten, wo ich unterwegs auf einer Autobahn tanken müsste, meide ich komplett.
Immerhin habe ich mich gesteigert. Früher hätte ich gar nicht getankt. Mir ist das immer zuviel gewesen und hat daher immer jemand anderes für mich gemacht.
Früher hätte ich auch Strecken gemieden, wo ich generell unterwegs tanken müsste. Streckenmaß war immer die Tankfüllung für hin und zurück inklusive Puffer. Somit waren Fahrten die insgesamt mehr als 200 km hatten schlichtweg nicht drin.
Zumindest da habe ich mich für meine Verhältnisse enorm gesteigert. Denn durch gewisse Umstände und weil ich nun das selbstständig tanken gelernt habe, fahre ich auch eine etwas längere Fahrt. Aber eben auch dort am Ort mit dem Anspruch, vor der Autobahn zu tanken und am liebsten immer an derselben Tankstelle.

Ich fahre allgemein ungern länger mit dem Auto, da es, und das nicht nur wegen dem Tanken und so weiter, sehr an meinen Kräften zehrt.
Da ist das Licht, das an manchen Tagen innerhalb kurzer Zeit ein. Overload herbeiführen kann. Ich trage daher meistens eine Sonnenbrille, auch wenn es gar nicht greller Sonnenschein ist, oder es beginnt zu dämmern.
Gerade in der Winterzeit, wenn die Sonne ihren Tiefstand hat, dann scheint sie streckenweise durch die Bauten, Bäume oder Schallmauern hindurch. Bei schnelleren Fahrten erreicht das eine Taktung ähnlich einem schnelleren Flackern, das mir ungeheuer wehtut und binnen Minuten starke Kopfschmerzen oder auch ein völliges Zusammenbrechen herbeiführen kann.
Das Auto fahren erschöpft mich sehr schnell. Da ist auf so vieles zu achten. Jeder Handgriff ist bewusst ausgeführt. Zudem ist, zumindest mein Auto, recht laut. Aus dem Grund höre ich gerade auch bei schnelleren Fahrten laut Musik, damit ich die Fahrgeräusche zumindest ein Stück weit übertönen kann. Aber das reicht leider nicht aus und geht auch nicht immer. Gerade dann nicht, wenn meine Kinder dabei sind. Im Gegenteil, dann kommen noch die Geräusche ihrer Geräte hinzu.
Ein Traum wäre mal eins dieser Autos, die im Innenraum fast lautlos sind. Aber sowas kann ich mir nicht leisten.
Nicht nur beim selber fahren fällt es mir schwer, mich während der Fahrt zu unterhalten. Es sind auch als Beifahrer zu viele Eindrücke und Geräusche. Auch achte ich insbesondere dann auch auf den anderen Blickwinkel der Strecke, den man als Fahrer nicht hätte.
Ein Umstand, den mein Nochmann nie verstanden hat. Ich rede einfach nicht beim Autofahren. Höchst selten und meist nur am Anfang oder wenn es wichtig ist.
Ich esse auch eher nicht beim Auto fahren und trinken auch eher selten. Zumindest wenn ich selber fahre. Das sind Abläufe, die ich zusätzlich zum Autofahren nicht hinbekomme und da ist mir die Fahrsicherheit doch wichtiger.
Das Einzige was ich dann wirklich exzessiv mache ist Kaugummi kauen, da es mir hilft, da zu bleiben. Ich kann so ein wenig das Unvermeidbare hinausschieben. Das abschalten, bis ich zumindest daheim bin. In Sicherheit.

Speziell an diesen Tag kam noch der Umstand hinzu, das kurz vor Abfahrt eine größere Staumeldung auf meiner Strecke durchgegeben wurde und da begann eigentlich schon das Karussell. Meine Strecke kann ich nicht ändern, das schaffe ich einfach nicht. Ein Umfahren daher unmöglich und damit begann die Sorge darum, ob ich es rechtzeitig nach Hause schaffen würde. Rechtzeitig, um da zu sein, wenn meine Kinder heimgebracht werden.
Gerade wenn ich in Gedanken bin, kann es passieren, das ich nicht mehr mitbekomme, wohin ich fahre. Wobei ich betonen muss, das ich die Strecke vor mir sehr wohl im Blick habe. Ich bekomme also mit, was auf der Straße los ist und auch ob da eine Kurve ist etc.
Sind es sehr gefestigte Strecken, dann fahre ich einfach meinen gewohnten Weg, obwohl ich da gar nicht hin wollte. Sind es noch nicht so gefestigte Strecken, dann fahre ich einfach immer weiter und auf Autobahnen kann das ein Verpassen einer Ausfahrt zur Folge haben.

Geendet hat es an diesem Tag darin, das ich zuerst an den gewohnten Ort gefahren bin, wo ich normal immer losfahre. Dort wie gewohnt auf meinem Parkplatz stand (tatsächlich wichtig, das ich stand) um denselben Ausgangspunkt zu haben. Dann erst weiter zu meiner gewohnten Tankstelle, um dann die Auffahrt zu nehmen, die ich sonst auch immer nehme.
Rechtzeitig geschafft habe ich es, wenn auch sehr knapp.
Dennoch waren die Auswirkungen zu spüren. Entgegen meiner Gewohnheit habe ich mich dreimal verfahren, obwohl ich mittlerweile die Strecke recht gut kenne, aber augenscheinlich nicht gut genug.
Die Fahrt war sehr anstrengend und noch heute, einen Tag später spüre ich die Auswirkungen, die ich allgemeinhin als Nachwehen bezeichne.

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