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Total verpeilt würden mich jetzt andere nennen. Seit ein paar Tagen laufe ich scheinbar planlos von A nach B. Vergesse alles mögliche und wirke so wohl etwas kopflos.
Dabei ist es mitnichten so, das ich planlos bin. Gut, er ist noch nicht fertig und ich musste ihn jetzt öfters umschmeissen, aber ja, ich plane.
Vermutlich wieder viel zu detailliert, wenn man meinem Nochmann glauben mag. „ich weiß, das du das jetzt ins kleinste Detail planen musst, aber informiere mich bitte nur im Groben“ war seine Aussage dazu. Ähm, ok. Ich versuch es.

Nach den Aufregungen in den letzten Wochen und vielen Rückschlägen, so das ich schon wirklich dachte, ich finde niemals rechtzeitig eine Wohnung, meldete sich plötzlich ausgerechnet der Makler, der zunächst sehr irritiert darüber war, das ich eine Betreuerin habe.
Damals dachte ich wirklich, das wars. Dabei war die Wohnung wirklich toll. Nicht zu teuer, ich darf den Kater mitnehmen und sie liegt genau auf meiner Hauptroute. Es würde sich für mich und die Kinder demnach kaum was ändern. Gleiche Ärzte, Wege, Einkaufsläden etc. Ein Garten ist auch dabei mit einer Terrasse. Perfekt.

Ich war damals verunsichert, weil er meinte, er melde sich bei mir, sobald die anderen Besichtigungen gelaufen waren. Tat er aber nicht und ich kam nicht auf die Idee mal nachzufragen. Immerhin sagte er ja, er meldet sich bei mir, nicht umgekehrt. Als das die Betreuerin mitbekam, rief sie ihn dann kurzerhand an, um nach dem Stand der Dinge zu fragen.
Das hatte er nicht so ganz verstanden, warum ich nicht selber anrufe. Er betitelte mich als „schmuddelig“ ? Ich frage mich, warum eine Person mit einer Betreuung schmuddelig sein soll.

Zumindest dieses „Vorurteil“ konnte recht schnell von meiner Betreuerin aufgelöst werden. Ich brauche ja keine Betreuung, weil ich mit meinem Haushalt, oder so, nicht zurecht komme. Ich brauch Begleitung bei gewissen Alltagsaufgaben, Ämtergängen und vor allem Hilfe beim Telefonieren.
Dennoch blieb eine gewisse Unsicherheit.

Umso überraschter war ich, als ich die Nachricht bekam, das der Vermieter mich kennenlernen möchte.
Was soll ich sagen 🙂

Ich habe endlich eine Wohnung.

Allerdings folgte dann gleich der nächste Schlag, der alle Planung bis dahin (zumindest das was planbar war) zunichte machte. Die Wohnung muss einen Monat früher gemietet werden als gedacht. Ich geriet in Panik.
Da habe ich endlich eine Wohnung gefunden und dann muss ich sie absagen, nur weil sie ein Monat zu früh dran ist.
Ich hatte ja viel ertragen, aber das war zuviel. Die Gedanken kreisten, ich suchte fieberhaft nach einer Möglichkeit und fand keine. Also fing ich wieder von vorne an zu denken. Ich kam aus diesem Kreisel aus eigener Kraft nicht raus.
Bis jemand den Fuß reinstellte und mir eine Möglichkeit nannte. Das löste zwar etliche weitere Kreisel aus, aber wir arbeiteten gemeinsam einen Punkt nach dem anderen ab.
Hat zwar ein paar Tage gedauert, und in den letzen Tagen habe ich deswegen kaum geschlafen,aber inzwischen steht ein grober Plan und finanziell habe ich es auch soweit regeln können.
Seit gestern habe ich sogar eine Möglichkeit gefunden, wie ich den Umzug finanzieren kann. Immerhin steht Weihnachten vor der Tür und da zusätzlich einen Umzug zu finanzieren, nebst Kaution und Provision und die Doppelbelastung mit Miete und Hausfinanzierung, erschien zunächst unmöglich.
Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die mir geholfen haben und noch helfen. Ohne euch wäre es nicht möglich gewesen.
Mir fällt es immer noch sehr schwer, um Hilfe zu bitten. Normalerweise habe ich auch immer erst einen Plan und nur wenn es nicht anders geht, beziehe ich andere ein. Andere einbeziehen bedeutet immer eine gewisse Unsicherheit. Ich habe oft die Erfahrung machen müssen, das sich viele nicht an Pläne halten.
In diesem Fall wäre es ohne Hilfe gar nicht gegangen. Ich wäre dennoch nicht auf die Idee gekommen zu fragen. Umso schöner, das mir einfach Hilfe angeboten wurde.

So bereite ich mich nun auf den Umzug vor. Es wird sehr knapp und stehe daher etwas verloren da. Aber ich versuche mein bestes.
Fakt ist, ich habe keine 4 Wochen mehr, und es gilt ein ganzes Haus, inhaltlich gesehen, zu dezimieren auf Wohnungsniveau. Das wird nicht leicht. Vor allem die Entscheidung was nun weg muss und was mit kann. Mir fiel es schon immer schwer mich von Dingen zu trennen, die man durchaus nochmal brauchen könnte.

Dann eben den Rest einzupacken. Es ist viel zu tun und ich muss aufpassen, das ich vor lauter fokussieren mein Alltagsgeschäft nicht zu sehr vernachlässige. Dazu sind unheimlich viele Anträge und Ummeldungen zu erledigen.
Zum Glück habe ich dafür die Betreuerin, es wäre sonst für mich nicht zu schaffen.
Aber zumindest kann ich endlich das planen anfangen. Auch wenn ich gern mehr Zeit dafür gehabt hätte. Am Nikolauswochenende muss ich mit dem Packen fertig sein.

Dann mache ich mal lieber weiter. Bis die Tage.

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