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Für heute ist Ende.
Irgendwie hatte ich gehofft, das ich es noch einigermassen geschoben bekomme. Ich wusste ja, das ich eine recht schwere Woche vor mir habe. Aber war diese Woche alles schief lief und ich dadurch in kurzer Zeit kompensieren musste, war einfach zuviel. Seit Stunden sitze ich im dunkeln hier und meine Gedanken kreisen. Versuche zu verarbeiten was die letzen Tage war und zu planen was noch sein wird.

Ich mache mir Sorgen, das ich es nicht rechtzeitig schaffe eine Wohnung zu finden. Ich brauche immer viel zu lange, um mich selbst dazu zu überreden, mit den Maklern oder Vermietern in Kontakt zu treten. Wenn sie sich dann überhaupt mal melden, dann scheitert es meist daran, das sie eine angepriesene Wohnung für eine Familie mit 3 Kindern zu klein halten. Schon seltsam, das viele für eine 3 oder 4 Zimmer Wohnung nur 2-3 Personen vorsehen.
Wenn es denn überhaupt mal zur Besichtigung kommt, dann können sie sich nicht vorstellen, wie sich eine Alleinerziehende mit 3 Kindern die Miete leisten kann.

Ein anderer hält mich für schmuddelig? machte wohl den Eindruck und da musste selbst meine Betreuerin lachen. Ich putze eher zuviel als zuwenig, da brauchen sie sich an der Stelle wirklich keine Sorgen machen, sagte sie ihm. Ich frage mich immer noch, was sie mit an „an der Stelle“ meinte 😉
Dennoch nehme ich an, das ich diese Wohnung nicht bekommen werde. Der erste Eindruck zählt und der war nicht der beste.
Ich mache wohl irgendwas bei den Besichtigungen falsch. Es kommt häufig zu Missverständnissen und das ein oder andere Gespräch habe ich total verhauen.

Dazu kommen die Gedanken über mein bevorstehendes Outing vor dem Amt. Ist es die richtige Entscheidung? Zugegeben, die Betreuer haben recht. Mit den 3 Stunden pro Woche (inklusive Anfahrt) ist mein derzeitiger Bedarf nicht gedeckt.
Ich mache mir schon lange Gedanken um ein eventuelles Outing und über die letzten Monate wurde mir immer klarer, das es ohne wohl nicht gehen wird.
Wir werden sehen wie es wird. Ich muss eh mit dem Jugendamt reden, wegen meiner Söhne und da wird eben auch meine Diagnose angesprochen.
Ich hoffe nur, das ich das nie bereuen werde.

Ich versuche zurückzuschauen und sage mir, hey, schau mal wieviel du schon geschafft hast. Den Rest schaffst du auch. Lass dir bloß nicht auf den letzten Metern (RW) die Puste ausgehen.

Aber sind es denn die letzten Meter?
Je nach dem, wo ich die Wohnung finde, wenn ich eine finde, ändert sich eventuell alles. Ich muss in kurzer Zeit neue Wege, Strukturen und Routinen finden und entwickeln. Das wird nicht leicht werden. Ich muss den Umzug, das Chaos bewältigen und ich will planen, aber kann es nicht, weil ich immer noch nicht weiß, wohin es denn gehen soll.

Nichtmal mehr zwei Monate, viel zu wenig Zeit. Zeit, die ich allein schon dafür bräuchte, um mich auf die neue Situation einzustellen. Auch ohne Wohnungssuche, Besichtigungen, Hausverkauf, Anwaltsterminen, Notarbesuche, Geldsorgen und den vielen anderen Dingen die ich sonst so neben meinem alltäglichen Aufgaben zu meistern habe.
Ich muss noch 2 Tage durchhalten. Dann habe ich einen Tag Ruhepause. Kraft tanken für die nächste Woche. Ich bin recht still zur Zeit. Rede nicht gern. Bin fast jeden Tag durch und im Overload.
Letztens wurde in Facebook die Frage gestellt, was uns in Stress versetzen würde. Genau diese Situation bedeutet für mich enormen Stress.

Ich versuche einfach weiter zu machen. Irgendwo tut sich vielleicht eine Chance auf.
So vieles in meinem Kopf und ich versuche aus dem Gedankenkreisel auszubrechen. So vieles bleibt liegen.
Ich werde versuchen hier regelmässig weiter zu schreiben, aber seht es mir nach, wenn ich es nicht schaffen sollte. Das schreiben tut mir gut und ich brauche das. Aber derzeit fehlt es mir an klaren Gedanken. Themen hätte ich genug.
Bis die Tage.

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