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Ich habe einige sehr stark ausgeprägte Routinen, andere sind da etwas lockerer. Alle haben sie aber eines gemeinsam. Sie geben mir Sicherheit und sie helfen mir meinen Alltag zu bewältigen.

Manche sind zeitlich gebunden, andere in sich starr vom Ablauf her aber flexibel in der Zeit einsetzbar.

Meine stärkste Routine (das putzen der Küche) ist gleichzeitig eine die mich beruhigen kann wenn ich sehr unruhig sein sollte. Diese ist so stark automatisiert, das man schon die Bewegungsabläufe als stereotyp betrachten kann. Ich könnte sie blind ausführen und demnach auch, wenn ich mit den Gedanken eigentlich ganz woanders bin und ordnen muss.

Schwierig wird es dann, wenn man mich im Ablauf stört oder wenn etwas nicht da steht wo es soll.
Beispielsweise beim Kochen ist es ganz wichtig das alle Utensilien die dazu benötigt werden an ihrem Platz stehen. Da ich schlecht Dinge gleichzeitig erledigen kann, habe ich mit der Zeit für die Gerichte die ich koche Routinen entwickelt. Da ist alles optimal aufeinander abgestimmt, damit das Essen kochen dennoch nicht ewig dauert und alles einigermaßen gleichzeitig fertig ist.
Würden die Sachen nicht alle an seinem Platz stehen, dann wäre mein Ablauf gestört. Es wäre für mich dann anstrengend bis fast unmöglich weiter zu machen. Da nun alles bewusst ablaufen muss, ich so aus dem Takt komme und eben die Abläufe nicht mehr stimmen. Dadurch werde ich sehr langsam. Außerdem müsste ich erst besagte Zutat finden, was sich meist als nicht leicht herausstellt.
Ich hätte also wieder die Situation, das die Nudeln kalt wären, die Soße verkocht und das Fleisch noch lange nicht fertig.
Das erklärt übrigens auch warum ich immer nur die gleichen Gerichte koche. Ich habe ein gewissen Repertoire an Gerichten. Sie verändern sich nie und werden immer in derselben Konstellation gekocht. Neues kommt selten dazu und wenn dann nur mit viel geplanter Zeit.

Das Kochen an sich hat starre Abläufe, ist aber nicht zeitlich gebunden…dafür aber beispielsweise abhängig von der Vorarbeit.
So muss die Küche geputzt sein bevor ich kochen kann und nach dem Kochen wird wieder geputzt.

Andere Routinen haben bei mir ein bestimmtes Zeitfenster. Z.B. gehe ich immer nur Dienstags, Donnerstags und Samstags einkaufen, und zwar so das ich um 10 im Laden bin. Außer der Reihe einkaufen gestaltet sich so schwer.

Nun, die Frage stellt sich warum das so ist. Könnte man doch einfach weiter machen wenn man gestört wird oder an einem anderen Tag gehen..aber das geht nicht so einfach. Tatsächlich es es so, dass dann alles bewusst abläuft. Das verlangsamt und strengt an. Man kann es sich so vorstellen, wie wenn man eine Arbeit nach einem bestimmten Protokoll ausführt. Wenn man die Arbeit und das Protokoll gut kennt läuft das fast wie von selbst ab, also automatisch. Wenn man allerdings eine Arbeit und ein Protokoll vor sich hat das einem unbekannt ist muss man sich sehr anstrengen und konzentrieren um alle Schritte auszuführen und nichts zu vergessen.
Manchmal ist es dann tatsächlich besser die Situation zu beenden und die Routine nach einiger Zeit neu zu starten. Was aber den Tagesablauf durcheinander bringen kann und einem viel Zeit kostet.

Es ist übrigens recht verschieden wie ausgeprägt manche Routinen sind. Auch von Autist zu Autist. Manche sind da starrer manche weniger.

Aber alle haben sie eins gemeinsam, sie geben uns Sicherheit und helfen unseren Alltag zu bewältigen 🙂

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